Über uns

Die Idee des Schülerforschungszentrums

Professionelle Unterstützung für eigene Forschungsprojekte mit naturwissenschaftlichem und/oder technischem Fokus.

In Deutschland ist es selbstverständlich, interessierte und talentierte Kinder und Jugendliche im sportlichen oder musischen Bereich mit einem nahezu lückenlosen Netz von Sportvereinen bzw. Musikschulen gezielt zu fördern. Im MINT-Bereich – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – existiert eine derartige Struktur bisher kaum. Warum sollten Interesse und Talente für Naturwissenschaften und Technik nicht in ähnlicher Weise gefördert werden?

An diesen Gedanken knüpft das Schülerforschungszentrum Hamburg an.


Es bietet Kindern und Jugendlichen einen professionellen Rahmen, um sich über den Unterricht hinaus forschend und kreativ mit MINT zu beschäftigen. Dabei geht es vorrangig darum, selbstständig einer eigenen Fragestellung auf den Grund zu gehen: Problemstellung und Hypothesen entwickeln, Experimente planen und auswerten, Modelle entwickeln und Erklärungen finden und kritisch hinterfragen. Die Jugendlichen arbeiten dabei in der Regel über einen längeren Zeitraum in Teams zusammen und übernehmen eine hohe Eigenverantwortung für ihr Forschungsprojekt. Am Schülerforschungszentrum Hamburg ist echtes Forschen an eigenen Fragestellungen möglich, der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt!

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Das Schülerforschungszentrum Hamburg


Warum kann man auf Grashalmen Musik machen? Ist Kaugummikauen gut für die Zähne? Lässt sich Robotern das Tanzen beibringen? Wie lässt sich guter Klebstoff aus Pflanzen entwickeln? Was ist die beste Spielstrategie bei Monopoly?
Wenn du solche Fragen spannend findest und Lust am Experimentieren, Erkunden und Knobeln hast, bist du im Schülerforschungszentrum genau richtig. Denn hier bekommst du die Möglichkeit, selbst gewählte Fragen aus den Bereichen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) zu erforschen. Am Schülerforschungszentrum Hamburg wird dir die Unterstützung und Ausstattung geboten, um mit deinem eigenen Forschungsprojekt aktiv zu werden.

Vielleicht hast du dir selbst schon mal eine Forschungsfrage gestellt und möchtest dieser Frage gerne näher auf den Grund gehen? Du findest ein Thema besonders spannend, hast aber keine genaue Idee, was man erforschen könnte? Oder du findest einfach den MINT-Bereich interessant und hättest Lust, mit anderen gemeinsam eine spannende Frage zu finden und zu erforschen? Dann komm vorbei! Unser Team heißt dich willkommen, unterstützt dich bei der Themenwahl und bringt dich mit anderen Jugendlichen zusammen. Dann könnt ihr ein Forschungsteam bilden und vielleicht sogar an einem Wettbewerb wie zum Beispiel Jugend forscht teilnehmen.

Falls du dich noch nicht an ein eigenes Forschungsprojekt herantraust


oder erst einmal Forschungsluft schnuppern möchtest, findest du sicherlich bei unseren Workshops etwas Passendes. Hier bieten wir Einführungen in verschiedene Themen oder Methoden an. Daraus ergibt sich dann ja vielleicht deine eigene Forschungsidee…

Egal, ob du dich

  • von den vielen spannenden Themen im MINT-Bereich faszinieren lassen,
  • eine spannende Frage erforschen möchtest oder
  • eine echte Herausforderung mit einem anspruchsvollen Forschungsprojekt suchst –

wenn du Lust auf Forschen hast und bereit bist, auch eigenständig zu arbeiten, dann ist das Schülerforschungszentrum Hamburg genau der richtige Ort. Hier wirst du Freunde finden und in einer freien und kooperativen Atmosphäre deinen Forschungsinteressen nachgehen können.

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Engangierte Menschen am SFZ Hamburg


Hier erzählen verschiedene Mitarbeiter:innen, Forscher:innen und Ehemalige aus ihrer Sicht über das SFZ-Hamburg.

Detlef Bethge

Dr. Detlef Bethge, Dipl. Chemiker, ist ans SFZ Hamburg gekommen, da er einen Artikel über den Tag der offenen Tür im Sommer 2019 in einer Uni-Zeitschrift gelesen hat.

Ich finde das SFZ Hamburg großartig. Als Schüler hätte ich mir das auch sehr gewünscht. Die Ausstattung am SFZ Hamburg bietet tolle Möglichkeiten und vor allem habe ich noch nie so nette Lehrer:innen kennengelernt. Die Schüler:innen, die hier herkommen sind alle super motiviert. Es bringt einfach Spaß mit ihnen zu arbeiten und sie bei ihren Projekten zu unterstützen. Das jetzt aufgrund von Corona der Austausch nur noch online möglich ist, ist traurig. Für mich ist die Zeit am SFZ Hamburg und mit den Forscher:innen gut investiert. So bleibe ich bei der Stange, das heißt auf der Höhe der Zeit.

Susanne Heinsohn

Susanne Heinsohn, Biologin, kam über den Wettbewerb Jugend forscht zu uns, wo sie als Jurorin auf das SFZ Hamburg aufmerksam wurde.

Anfang des Jahres 2020 bin ich in den Ruhestand gegangen und habe nun die Zeit und große Lust, junge Nachwuchsforscher:innen bei ihren Wettbewerbsarbeiten anzuleiten. Lange Jahre habe ich in den Forschungslaboren des UKE als Diplom Biologin gearbeitet. Darüber bin ich auch in die Jury des Wettbewerbs Schüler experimentieren / Jugend forscht gekommen. Dort habe ich 2019 Mitarbeiter vom SFZ Hamburg kennengelernt und die Schüler:innenprojekte gesehen und war begeistert von dem Konzept. Seit dem stand für mich fest, dass ich gern mitmachen würde. Das Schülerforschungszentrum ist eine tolle Einrichtung. So etwas hat vorher definitiv gefehlt. An den Schulen sind die Kapazitäten zur Unterstützung der Schüler:innen einfach begrenzt. Es hängt sehr stark vom Engagement der Lehrer:innen ab, ob die jungen Forscher:innen genügend Unterstützung erhalten. Das Team im SFZ Hamburg hat mich toll aufgenommen, ich habe mich von der ersten Minute an wohlgefühlt. Alle sind sehr zugewandt und fachlich wie pädagogisch hoch qualifiziert. Ich bin sehr traurig, dass Corona insbesondere auch den Bereich Biologie ausgeknockt hat.

Leon Thönnessen

Leon war FJNler im SFZ Hamburg. Er hat sich nach dem Abitur 2021 in Köln bei uns in Hamburg beworben.

Nach dem Abitur wollte ich nicht sofort ins Studium einsteigen, sondern erst einmal eine Pause vom Lernen und Klausuren haben. Wegen meines Interesses für MINT und des Arbeitens mit Kindern und Jugendlichen entschied ich mich dazu, nach Hamburg zu ziehen, um das „Freiwillige Soziale Jahr in Wissenschaft, Technik und Nachhaltigkeit“ (kurz FJN) im SFZ Hamburg zu absolvieren. Meine Aufgaben sind sehr vielfältig. Neben der Unterstützung in der Betreuung bin ich auch für die Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungsaufgaben zuständig. Die Arbeit mit den Jungforscher:innen bereitet mir viel Spaß und ich kann Neues lernen. Als Schüler hätte ich gerne einen so gut ausgestatteten Ort gehabt, an dem ich meinem Interesse für Naturwissenschaften mit guter Ausstattung und kompetenten Betreuer:innen hätte nachgehen können.

Jörg Oppenhäuser

Ehrenamtlicher, experimenteller 3D-Druck, CAD-Konstruktion/-Zeichnen, Architektur

Kindern und Jugendlichen Räume mit professionellem Equipment zu geben, wo sie eine sichere Umgebung haben ihre eigenen Ideen umzusetzen → total Super! Besonders toll; dass sie hier nicht irgendetwas nachbauen, sondern ihr eigenes Projekt aus ihren eigenen Interessensgebieten umsetzen können. Und ihr Wissen, so ganz nebenbei, mit Begeisterung selbstständig und kontinuierlich erweitern. Sie sind hier die Chef-Forscher/-Entwickler und die Lehrer/Fachkundigen lediglich engagierte Assistenten.

Wolf Panknin

Wolf Panknin kam über die Aktivoli Börse Anfang 2020 zu uns.

Wer sich vorstellen kann, sich hier ebenfalls als Ehrenamtlicher zu engagieren, sollte auf jeden Fall pädagogisches Geschick mitbringen. Den jungen Forscherinnen muss man auf Augenhöhe begegnen. Das Interesse, sich weiterzuentwickeln und die Bereitschaft neues zu lernen, muss da sein. Dabei braucht man überhaupt nicht schon im Vorfeld alles wissen. Ich hatte zum Beispiel zunächst Vorbehalte gegenüber den Online-Tools, die in der Betreuung der Forscher*innen und auch zum Austausch im Team eingesetzt werden. Mit Unterstützung habe ich mich immer besser da hineingefunden und mische nun auch auf diesen Kanälen mit.

Marie Eichholtz

Marie ist eine ehemalige Jungforscherin von uns. Sie studiert inzwischen Biochemie an der UHH und unterstützt uns als studentische Mitarbeiterin.

Eine Schwierigkeit, mit der heutzutage viele junge Menschen zu kämpfen haben, ist die unglaublich große Auswahl an Möglichkeiten. Vor allem die Fragen „Was fange ich mit meinem Leben an?“, „Welchen Beruf möchte ich später ausüben?“ waren bei mir in der Oberstufe ständig präsent. Zu meinem Glück habe ich allerdings schnell den für mich richtigen Weg finden können, da das Schülerforschungszentrum Hamburg mich bei der Umsetzung meiner eigenen Ideen unterstützt und mich in meinen Interessen bestärkt hat. Durch engagierte Lehrer und das SFZ Hamburg habe ich im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht schließlich ein eigenes Forschungsprojekt begonnen. Ich durfte an einer Forschungsreise nach Island teilnehmen und habe dort Lebewesen in heißen Quellen untersucht. Und ja, Leben bei Temperaturen von über 100 °C und pH-Werten, die dem unserer Magensäure entsprechen, existiert tatsächlich! Gerade dieser Aspekt hat mich natürlich besonders fasziniert, wie die Anpassung an solch extreme, lebensfeindliche Bedingungen überhaupt möglich ist. Über zwei Jahre habe ich durch das SFZ Hamburg in diesem Bereich forschen können. Hierbei hat mir vor allem die große Reichweite geholfen, durch die ich Kontakte mit einem Unternehmen und Arbeitsgruppen an der Universität knüpfen konnte, um mein Projekt sowohl finanziell aber auch vom methodischen Know-how umsetzen zu können. Ich habe in dieser Zeit wirklich unglaublich viel gelernt, sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich. Heute studiere ich Biochemie an der Universität Hamburg und strebe eine wissenschaftliche Karriere an. Das SFZ Hamburg war maßgeblich daran beteiligt, meine Stärken zu fördern und den für mich richtigen Weg zu finden.

Die Gesellschafter der Schülerforschungszentrum Hamburg gGmbH